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FOKUS & VERNUNFT. RÖHRBEIN.

Buchprojekt von J.R. Behn

VERNUNFT

Ein Buch entsteht. Über Führung, Verantwortung und die Momente, in denen einfache Antworten nicht mehr reichen.

Leseprobe

Eine erste Passage.

Auszug aus „Die Betriebstemperatur des Sarkasmus“

Es gibt eine bestimmte Art von Stille, die Menschen nervös macht. Nicht die Abwesenheit von Lärm – auf einem Betriebshof ist es nie wirklich still –, sondern die emotionale Stille. Die absolute Ruhe in der Stimme. Das unerschütterliche Unaufgeregtsein, wenn um einen herum gerade alles in Flammen steht.

Ich habe im Laufe der Jahre eine Art professionelles Pokerface entwickelt. Das war keine bewusste Entscheidung, die ich irgendwann morgens vor dem Spiegel getroffen habe, sondern schlicht eine evolutionäre Notwendigkeit im Fahrbetrieb. Wenn man sich jeden Tag den Wahnsinn in Dosen abholt, hat man irgendwann genau zwei Möglichkeiten: Man brüllt mit, oder man wird leise. Ich habe mich für Letzteres entschieden.

Das Problem – oder vielleicht auch das Schöne – an dieser Ruhe ist, dass sie der perfekte Nährboden für Sarkasmus ist. Nicht die laute, zynische Variante, die verletzen will. Sondern der staubtrockene, oft unerwartete Galgenhumor. Er ist meine persönliche Betriebstemperatur. Mein Filter zwischen dem, was ich eigentlich sagen möchte, und dem, was sozial gerade noch verträglich ist.

Wenn jemand vor mir steht, der zum dritten Mal in Folge ein Formular so ausfüllt, als hätte er zum ersten Mal in seinem Leben einen Stift in der Hand, und mich dann mit großen Augen ansieht, explodiere ich nicht. Ich schaue ihn an. Lange. Ohne eine Miene zu verziehen. Und dann sage ich mit der sanftesten, entspanntesten Stimme, die ich finden kann: „Das ist das Faszinierende an unserem Beruf. Er überrascht uns jeden Tag aufs Neue mit Dingen, die seit zwanzig Jahren auf Seite eins im Handbuch stehen.“

Die Reaktionen auf diese Art der Kommunikation teilen die Belegschaft in zwei Lager. Es gibt kein Dazwischen.

Vorläufiger Auszug aus dem unveröffentlichten Manuskript.

Noch kein fertiges Versprechen.

Das Buch verbindet persönliche Erlebnisse mit Gedanken über Führung, Entscheidungen und Menschenkenntnis. Nicht als klassische Autobiografie, sondern als genauer Blick auf Situationen, in denen Verantwortung tatsächlich etwas bedeutet.

Cover, Veröffentlichungstermin und endgültige Form stehen noch nicht fest. Was feststeht: Dieses Projekt soll mehr werden als eine Sammlung von Erinnerungen. Erfahrungen werden erst dann interessant, wenn aus ihnen Erkenntnisse entstehen.

Ich möchte den Weg zu diesem Buch sichtbar machen, ohne das Manuskript vorwegzunehmen. Deshalb erscheinen hier künftig kurze Einblicke in Gedanken, Entscheidungen und Veränderungen während der Arbeit.

Warum dieses Buch

Das Unsichtbare sichtbar machen.

Viele Entscheidungen, die einen Betrieb am Laufen halten, bleiben unsichtbar. Sie erscheinen in keiner Statistik und finden selten Beachtung. Gerade dort zeigt sich Führung: im Zuhören, im Abwägen und manchmal in einem klaren Nein.

Mich interessieren nicht die großen Heldengeschichten, sondern die alltäglichen Situationen, in denen Verantwortung praktisch wird. Das Buch macht diese Momente sichtbar – persönlich, direkt und mit dem trockenen Humor, ohne den manches kaum auszuhalten wäre.

Aus der Werkstatt

Den Weg zum Buch begleiten.

Neben der ausgewählten Leseprobe entstehen hier fortlaufend Einblicke in die Fragen und Entscheidungen hinter dem Buch.

Werkstatt

Wenn das echte Leben den Fahrplan schreibt

Manchmal sitzt man in der Fahrerkabine, blickt durch die Frontscheibe und denkt sich nur: Das glaubt mir später kein Mensch. Genau aus diesen Augenblicken heraus habe ich die Idee zu „Komm, ich nehm Dich an die Hand!“ entwickelt. Zwischen Dauerrot an den Ampeln, hektischen Fahrgästen an der Tür und den kleinen, unbezahlbaren menschlichen Schmunzel-Momenten des […]

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Werkstatt

Feinschliff am Schreibtisch – Vom Fahrersitz aufs Papier

Ein Buch über den Fahrdienst entsteht nicht im Elfenbeinturm, sondern mitten im Schichtbetrieb. Oft reicht mir eine kleine Notiz auf einem zerknitterten Dienstplan, um eine komplette Szene wieder lebendig zu machen. Meine größte Aufgabe beim Schreiben ist aktuell der richtige Ton: Der typisch trockene Humor aus dem Betriebsalltag muss genauso sitzen wie das Feingefühl für […]

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Unterwegs

Den Weg mitgehen.

Auf Instagram und Facebook teile ich Beobachtungen, Fotografien und kleine Einblicke in die Arbeit am Buch. Nicht als fertige Antworten, sondern als Stationen auf dem Weg.

Rechtliche Angaben zum Buchprojekt